2004 – Natur pur

Die rüstige Oma Maria sieht nicht ein, ihren 75. Geburtstag altersgemäß zu Hause oder im Restaurant zu feiern. Stattdessen lädt sie ihre „Sippe“ in ihre alte Hütte mitten im Wald ein, in der sie früher immer herrliche Ferien mit ihren Kindern verbracht hat. Ihre mittlerweile erwachsenen, nicht ganz einfachen und vor allem untereinander zerstrittenen Kinder folgen der Einladung zur Geburtstagsfeier im Wald nur sehr widerwillig und scheuen sich nicht, ihren Unmut „ungeschminkt“ zum Ausdruck zu bringen. Der altledige Sohn Rudi wäre doch lieber fein Essen und Trinken gegangen. Der geizigen Tochter Martha ist die Waldparty viel zu aufwändig und zu teuer. Und Sohn Erich sieht sich bereits wieder den ständigen Nörglereien seiner Frau Lydia ausgesetzt, die sich im Wald vor jedem noch so kleinen Lebewesen ekelt und ständig ihr Desinfektionsspray benutzt. Pudelwohl fühlt sich einzig und allein deren Tochter Christine, die Omas Idee von der Waldparty „voll cool“ findet. Das Zusammentreffen bei der Waldhütte artet bei dem vergeblichen Versuch, ein Zelt aufzubauen, in Zank und Sticheleien aus. Als Oma Maria in der Hütte plötzlich einen Beutel mit 50.000 Euro Bargeld findet, aus einem Einbruch, wie alle vermuten, wird die Geldgier ihrer Kinder geweckt. Die Situation spitzt sich zu, im Laufe der Handlung tauchen immer neue Personen auf, die großes Interesse an dem schwarzen Beutel zeigen oder versuchen, unbedingt in die Hütte zu kommen vom überdrehten Schmetterlingsfänger über einen rustikalen Waldarbeiter bis hin zu einer schreckhaften Nordic-Walkerin und einem skrupellosen Immobilienmakler, der beinahe über Leichen geht …

2003 – Dreistes Stück im Greisenglück

Die Oberschwester des Seniorenheimes versucht mit teils drastischen Strafmaßnahmen die Senioren einzuschüchtern und so für Ruhe und Disziplin zu sorgen.
Opa Müllerschön, sein „verwirrter“ Zimmernachbar Paul und die schwerhörige Oma Irma wollen jedoch nicht kuschen und widersetzen sich der gestrengen Oberin bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Lediglich Fatima, die quirlige türkische Putzfrau und gute Seele des Hauses, hilft den Heimbewohnern, die alltäglichen Repressalien der Heimleiterin einigermaßen gut zu überstehen.
Probleme hat Opa Müllerschön auch mit seinem krankhaft geizigen Sohn Hermann und dessen Frau Berta. Anstatt sich um das Wohl des Vaters zu kümmern, gilt deren einzige Sorge der Tatsache, dass der alte Herr immer noch kein Testament gemacht hat. Einzig in seiner Enkeltochter Karin hat Opa Müllerschön eine treue Verbündete, die ihn unterstützt und angesichts des kargen Speiseplans im Heim mit allerhand Leckereien versorgt.
Im Gegenzug findet Karin in ihrem Opa einen treuen Ratgeber, der ihr bei Problemen mit List und Tücke zur Seite steht. Als Karins Freund, der Rocker Alex, in eine Schlägerei verwickelt wird, versteckt ihn Opa Müllerschön in seinem Zimmer . Um das vor dem Personal geheimzuhalten, muss sich Opa Müllerschön die haarsträubensten Geschichten einfallen lassen.

2002 – D’r Entaklemmer

Nach Form und Inhalt lehnt sich dieses Buch an eine über dreihundert Jahre alte Komödie an. 1668 erschien sie zu Paris in französischer Sprache unter dem Titel „L’Avare“ – „Der Geizige“ Verfasser war ein gewisser Jean-Baptiste Poquelin, der sich das Pseudonym Molière zugelegt hatte. „Der Geizige“ schien Thaddäus Troll auch – und insbesondere – ins Schwäbische zu passen. Deshalb übertrug er ihn ins Jahr 1875 und nach Stuttgart. Um das entsprechende Zeit- und Lokalkolorit möglichst getreu zu treffen, arbeitete er sich durch den gesamten Jahrgang 1875 des „Schwäbischen Merkurs“ hindurch. Harpagon heißt jetzt Karl Knaup und ist ein schwäbischer Unternehmer der Gründerzeit – und, eben, ein Entaklemmer, wie er im Buch steht. Unter einem“Entaklemmer“versteht der Schwabe einen besonders habgierigen Menschen. Warum? Enten pflegen ihre Eier nicht wie Hühner in wohlvorbereitete Nester, sondern einfach -und oft unauffindbar – in die Landschaft zu legen. Deshalb kneift (schwäbisch: klemmt) der Besitzer die Tiere, bevor er sie aus dem Stall läßt, ins Hinterteil. Spürt er dabei, daß die Ente ein Ei trägt, so darf sie nicht ins Freie.

2001 – Baby wider Willen

Die heile Welt in der Gemeinde Schlingelheim droht ins Wanken zu geraten. Das „Unheil“ naht in Person des Landstreichers Theo, der mit seinem alten Kinderwagen, auf den er seine Habseligkeiten geladen hat, durch die Lande zieht. Natürlich ist man einem Landstreicher gegenüber sehr skeptisch, zumal ihm seltsamerweise der Ruf voraus eilt: Immer wenn er irgendwo aufkreuzt, kriegt jemand ein Kind oder es passiert etwas Dummes. Davon ist man in Schlingelheim überzeugt. Zur selben Zeit erwartet Bürgermeister Hans Himmelreich seine Frau Christa aus der Kur zurück. Da aber ein äußerst wichtiger kommunalpolitischer Termin ansteht, drängt ihn seine Mutter Erika, eine sehr auf die Karriere ihres Sohnes bedachte Kosmetikfanatikerin, diesem Termin den Vorzug zu geben, anstatt seine Frau mit dem vielen Gepäck vom Bahnhof abzuholen. Als Christa dies kurz vor der Ankunft per Handy erfährt, ist sie natürlich sauer. Beim Aussteigen aus dem Zug nimmt sie in der Hektik aus Versehen anstatt einer ihrer Reisetaschen eine fremde Babytragetasche mit, bemerkt den folgenschweren Irrtum aber erst, als der Zug schon wieder abgefahren ist. Umgehend ruft sie die Polizei an, dort nimmt man sie und ihr ungewöhnliches Versehen aber nicht ernst. Wenig erfreut über den unerwarteten Familienzuwachs will ihr Mann nun selbst das Missgeschick seiner Frau aufklären und das Kind unverzüglich der Polizei übergeben. Die Polizei hat jedoch inzwischen Ermittlungen wegen Kindesentführung aufgenommen und bittet Bürgermeister Hans Himmelreich auch noch um Unterstützung „zur Aufklärung der verbrecherischen Tat“! Um nicht als Kindesentführer gebrandmarkt zu werden, verschweigt der Bürgermeister das Geschehene, versteckt das Kind zunächst bei sich und hat somit ein „Baby wider Willen“.

2000 – Spanien olé

Für Familie Meckerer ist es der zwanzigste Urlaub in Spanien. Familienoberhaupt Klaus Meckerer stänkert in gewohnter Weise und sehr zum Leidwesen seiner Frau Erika und Tochter Evi wieder an allem herum, denn er ist voller Vorurteile gegen die Spanier. Leider ging auch in diesem Jahr sein großer Traum wieder nicht in Erfüllung: ein zünftiger Urlaub im Bayrischen Wald. Wieder ist man „nur“ in Spanien im kleinen Hotel des sympathischen Pedro gelandet. Wie es sich für „gute“ Touristen gehört, wird natürlich ausschließlich deutsch geredet und auch gegessen und getrunken. Deshalb bringt Klaus sogar Bier und Essen von zu Hause mit. Zu Gast im Hotel ist auch Familie Pingelig: Eleonore, ihr unter dem Pantoffel stehender Gatte Heinrich und ihr hilfloser Sohn Heinz-Dieter, die eigentlich nichts anderes als einen geruhsamen und ruhigen Urlaub machen wollen.
Doch da haben sie die Rechnung ohne den streitsüchtigen Klaus Meckerer gemacht. Auch mit Heinrich liegt er anfangs in Clinch allerdings nur, bis beide zufällig ihre heimliche Vorliebe für den in der Nähe liegenden FKK-Strand entdecken. Doch dieses Vergnügen ist nur von kurzer Dauer, denn Opa Ludwig läßt die beiden „Freunde der freien Körperkultur“ gewaltig auflaufen, indem er ihnen am FKK-Strand die Kleider klaut. Nur mit einem Badetuch bekleidet versuchen die beiden, ins Hotel zu schleichen. Natürlich werden sie von ihren Frauen gestellt. Als der geizige Klaus Meckerer erfährt, wie wohlhabend die Pingeligs sind, kürt er kurzerhand und fest entschlossen Heinz-Dieter zu seinem Wunschschwiegersohn und will ihn seiner Tochter Evi als gute Partie andrehen. Dies ist für Evi der Anlaß, den Eltern endlich reinen Wein einzuschenken und ihnen Pedro als künftigen Schwiegersohn vorzustellen.

1999 – Unter Dach und Fach

Das eigene Reihenhäusle, ein Traum! Auch den Eltern wird ein lebenslanges Bleiberechte eingeräumt. Wenn bloß die Nachbarschaft nicht wäre. Schon kurze Zeit nach dem Einzug ist man völlig zerstritten. Doch Mutter und Vater der beiden verfeindeten Parteien finden zueinander. Die beiden Senioren wollen sich nicht mehr dem Leben der Kinder unterordnen. Sie beschließen zu heiraten und ihren Lebensabend nicht im Reihenhäusle bei den Kindern, sondern freiwillig im Seniorenheim zu verbringen.

1997 – Frauenpower

Eigentlich sollte es in der Gemeinde wieder einen Kommunalwahlkampf geben, wie man ihn kennt. Die Ortsgewaltigen kandidieren um das Amt des Gemeinderats, werden selbstverständlich gewählt und treiben in der nächsten Amtsperiode weiterhin ihr Unwesen. Und Bürgermeister Heinz Gscheidle wäre sicher wieder zufrieden, wenn er am Ratstisch seine altbekannten Kumpanen um sich hätte.
Aber alles kommt anders! Bei dieser Wahl hat sich nämlich erstmals eine Frauenliste gebildet mit dem Ziel, die Männerherrschaft im Gemeinderat zu brechen. Mit ihrem nicht alltäglichen Wahlprogramm, das gravierende Einschnitte in die „heile Männerwelt“ vorsieht, findet die Frauenliste unter Führung der resoluten Kunigunde Schlotterbeck große Zustimmung bei den Wählerinnen.
Auch in den Meinungsumfragen schneiden die Damen sehr gut ab und die Hälfte der Gemeinderatssitze scheint der Frauenliste sicher zu sein. Dies ist Grund genug für Bürgermeister Gscheidle, den Vormarsch der resoluten „Emanzen“ im Wahlkampf zu bremsen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht ..

1995 – S’Loch en d’r Wand

Was macht ein „Bauern-Schultes“, dessen Frau Herr im Haus ist, der gerne und zu oft einen oder mehrere über den Durst trinkt, wenn er zu allem Überdruß auch noch erfährt, daß er höchstwahrscheinlich seinen Bürgermeistertitel verlieren wird, weil seine Gemeinde zu klein ist und eingemeindet werden soll? Da kommt ihm ein Großindustrieller gerade recht, denn dieser will ein Grundstück im Ort kaufen und einen Großbetrieb aufmachen. Doch ausgerechnet ein Grundstück eines altledigen Bauern soll es sein, der sich strikt weigert, auch nur einen Quadratmeter zu verkaufen. Und alles wäre halb so schlimm, wenn da nicht der Opa wäre, der durch ein Loch in der Wand alles sieht und noch mehr hört, durch Streiche das Haus auf den Kopf stellt und die Pläne des Schultes und seiner Gemeinderatskumpanen durchkreuzt. Wen wundert es, daß der Bürgermeister schließlich zu zwielichtigen Methoden greift?